Der Milchskandal in China hat offenbar weit größere Ausmaße als bisher angenommen:
Nach neuesten Angaben starben sechs Säuglinge aufgrund von Melamin-Beimengungen in Milchprodukten, bisher ging man nur von dreien aus. Sie entstammten den chinesischen Armutsprovinzen wie Gansu, Jiangxi oder Guizhou, wo ihre Erkrankung zu spät diagnostiziert worden war. Doch das ist nur die Spitze des Eisberges: Insgesamt wurden bei 294 000 Kleinkindern Schädigungen festgestellt. Die offiziellen Verlautbarungen hatten zunächst nur die 51 900 Babys bekannt gegeben, die so große Nierensteine hatten, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Derzeit sind von diesen 861 in ärztlicher Behandlung und davon 154 in einem kritischen Zustand.